Spektrum Iran

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Spektrum Iran, 31.Jahrgang, nr 3 ,2018

مقالات

۱.

Die Dekonstruktion der Geschichte Raum, Identität und al-Baqīʿ

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Am 20. Februar 2009 entdeckten schiitische Pilger auf dem Baqīʿ-Friedhof in Madīna, dass die saudische Religionspolizei schiitische Frauen von einem nahegelegenen Gebäude aus filmte. Als die Pilger von der Polizei verlangten die Aufnahmen zu zerstören, antwortete diese mit Gewalt. Die Schiiten versammelten sich am 23. Februar vor dem Friedhof, aber die Religionspolizei verhinderte mit physischer Gewalt, dass sie den Friedhof betraten. Anschließend griff die Polizei gemeinsam mit Zivilisten die Schiiten an. Der Friedhof wurde anschließend wochenlang für Besucher gesperrt. Spannungen zwischen der saudischen Regierung und Schiiten sind nichts Neues, aber die Ereignisse von 2009 sind ein Zeichen für den herausgehobenen Status des Baqīʿ als Konfliktort. Der Baqīʿ- Friedhof ist seit 1400 Jahren ein äußerst wichtiger Ort für Muslime. Allerdings ist Baqīʿ aufgrund seiner wiederholten Schändung durch die saudisch-wahhabitische Allianz 1806 u.Z. und 1926 u.Z. eine der Haupt-Trennlinien zwischen der schiitischen Gemeinschaft und den Wahhabiten.
۲.

Borhān-e: als der Beweis des Unbeweisbaren? Ein kurzer Vergleich zwischen Anselms ontologischem Gottesbeweis und dem-Beweis in der islamischen Philosophie

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Was bedeutet Warum heißt der Ṣeddīqīn-Beweis denn überhaupt Ṣeddīqīn-Beweis? Und ist ein Vergleich mit der abendländischen Philosophie überhaupt möglich? Das Wort Ṣeddīqīn ist abgeleitet von Ṣādeq. Der Ṣādeq ist derjenige, der stets die Wahrheit sagt. Die Ṣeddīqīn sind also diejenigen, die stets die Wahrheit sagen, und weder sich noch andere jemals anlügen. Diejenigen, die ihre innere natürliche Anlage nicht verdeckt haben und sich selbst nicht anlügen, sind laut dem Beweis der Ṣeddīqīn Menschen, die Gott automatisch in ihrem Inneren erkennen können. Denn diejenigen, die ihre innere Anlage nicht verdeckt haben, sind auch alljene, die die Wahrheit sprechen und in sich mit sich übereinstimmen. Von dem Ṣeddīqīn-Beweis hat zum ersten Mal Avicenna in seinem Werk al-Išārāt gesprochen.
۳.

Kosmogonische Mythen im religiösen Glauben der Ahl-e Ḥaqq und der Bektaši-Aleviten eine vergleichende Untersuchung

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Die Kosmogonie oder Erschaffung des Universums ist ein grundlegendes Konzept in diversen religiösen Systemen und bietet einen idealen Kontext für wesentliche Annahmen bezüglich der menschlichen Position im Universum, die Beziehung des Menschen mit anderen spirituellen und materiellen Wesen, die Bedeutung von Ritualen, Sotierologie und Eschatologie. In den meisten Religionen der Welt, egal ob primitive, alte oder große Religionen, wird die Schaffung der Welt in symbolischer Weise in Form eines Schöpfungs-Mythos erzählt, der die wichtigsten Konzepte des menschlichen Lebens und Schicksals mit einem ursprünglichen Gründungsakt verknüpft. Kosmogonische Mythen behandeln jene Akte des Erschaffens, durch die eine neue Welt oder eine endgültige Ordnung (daher der Kosmos als Gegenstück zum Chaos) begründet wird, weshalb sie symbolische Ausdrücke für die Modifizierung der Realität in Bezug auf eine bestimmte Struktur sind. Diese Struktur ist das Universum, in dem sich der Mensch verortet, in einer Beziehung gemeinsam mit den göttlichen Wesen und weltlichen Kreaturen, die wiederum durch denselben Mythos oder andere, nachgeordnete Mythen definiert wird. Daher können wir sagen, dass der kosmogonische Mythos im allgemeinen der Ausdruck der menschlichen kosmischen Orientierung ist, und aus diesem Grund von den Gläubigen als Bericht ihrer „heiligen oder ursprünglichen Geschichte“ oder ihrer „wahren Geschichte“ verstanden wird.
۴.

Kritische Interpretation des Šāhnāme-ye Ḥaqīqat

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Die Untersuchung der Religion der Yārī (=Yāresān = Ahl-e Ḥaqq) ist eine schwierige Aufgabe. Wenn wir die Quellen, die über die Yāresān veröffentlicht wurden, oder in denen sie erwähnt werden, untersuchen, sind wir mit einer Vielzahl von signifikanten Unterschieden konfrontiert, die sich stark von den Hauptquellen der Yāresān unterscheiden. Der einzige Weg, der uns bei einem grundlegenden Studium dieser Religion helfen kann, ist das Feldstudium und die Forschung über die „Kalām“ der Yāresān. Diese Art der Forschung erfordert den Zugang zu Handschriften sowie die Vertrautheit mit der Sprache Kurdisch-Gūrānī. Leider haben viele der Wissenschaftler, die bereits auf diesem Gebiet geforscht haben, nur wenige dieser Fähigkeiten. Die wenigen Forscher, die Zugang zu den heiligen Schriften (Kalām) haben, sehen sich konfrontiert mit Zehntausenden von Wörtern (die heiligen Gedichte der Yāresān, die in Form von syllabischen Gedichten in der kurdischen Gūrānī-Sprache verfasst sind) und haben leider aufgrund des Umfangs der Arbeit nicht die notwendigen Bestrebungen unternommen, um ihre Forschung abzuschließen, und haben sich nur auf begrenzte Fragen und Antworten in Form von Interviews beschränkt.
۵.

Das moralische Urteil bei Hafis

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Das Thema dieses Artikels ist das moralische Urteil und die zusammenhängenden Elemente in dem Diwan von Hafis. Zur Förderung dieses Urteils aus dem Diwan haben wir versucht, herauszufinden, ob es möglich ist, Antworten auf neue Fragen der modernen Ethik aus dem Diwan zu gewinnen, die auch Hafis´ Vorstellung darstellen können. Da wir in dieser Forschung die Geschichte mit neuen Fragen überprüfen, entspricht die Natur der Forschung einer erneuten Lektüre der Geschichte in ihrem traditionellem Sinne. Wir versuchen, nämlich einige Moralgesetze von Hafis mit Hilfe von modernen Idiomen zu analysieren und Fragen zu stellen, deren Antwort sowohl die Moraltheorie von Hafis als auch seinen Gesichtspunkt über das moralische Urteil erscheinen lässt.
۶.

Ein analytischer Ansatz zu den vier persischsprachigen Zeitschriften Kaveh, Iranshahr, Nāme-ye Farangestān und ʻElm wa honar

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Seit alten Zeiten ist Zeitunglesen für die Menschen wichtig gewesen, weil politische und soziale Ereignisse in den Zeitungen und Zeitschriften ihren Ausdruck finden. Die politischen Debatten und sozialen Probleme werden immer von den Bürgerinnen und Bürgern mit großem Interesse verfolgt, und die meisten Menschen haben die Druckmedien immer begrüßt, aus Neugier aber vor allem aus dem Willen zur Kenntnis wichtiger sozialer Ereignisse. Das persische Wort „Rūznāme“ (Die Zeitung) hat alte Wurzeln. In zahlreichen Büchern aus den ersten islamischen Jahrhunderten ist dieses Wort oder seine arabische Übersetzung (Rūznāmğe) zu finden und sehen. Die Entstehung der ersten iranischen Zeitung geht auf das dritte Jahr der Herrschaft von dem iranischen König aus der Kadscharen Dynastie, Nāṣer ed-Dīn Šāh (1848) zurück. Es erfolgte unter dem Befehl und der Organisation von dem iranischen Reichskanzler, Mīrzā Taqī Ḫān Amīr-neẓām (Heeresbefehlshaber). Die erste iranische Zeitung erschien im gleichen Jahr in Teheran, unter dem Namen „Waqāye‘e Ettefāqīyye“. Diese Zeitung erschien wöchentlich. Der genannten Zeitung folgten später manche andere wie zum Beispiel Aḫtar, Qānūn, Ḥabl ol-Matīn und Sorayyā, die in Istanbul beziehungsweise in London, Kalkutta und Kairo erschienen und veröffentlicht wurden. Sie zählen zu den beliebtesten und populärsten im Ausland veröffentlichten persischsprachigen Druckmedien.

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